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Hot hot hot!!!

Hot hot hot!!!

Bildmontage. Konzept zur Ausstellung, Die Fensterkuration, Basel

Hot hot hot!!! bietet im überhitzten Sommer eine willkommene Abkühlung (auch wenn sich dieser bis jetzt nicht so richtig einstellen mag).

Bilder von Schnee und Eis aus dem Engadin und aus Finnland lassen uns von kühleren Tempera­turen träumen. Eine Alternative zur Klimaanlage.

 
Vinzenz Wyser

Hot hot hot!!!

1. Juni–28. Juli 2024
Vernissage 1. Juni 2024
17–19 Uhr
Die Fensterkuration
Ecke Heuberg/Unterer Heuberg, 4051 Basel
fensterkuration.ch
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Ausstellungskatalog

© Vinzenz Wyser

Lappland

Fotografie, 2024
21.5 × 11.6 cm
Edition: 5 + 1 H.C.
CHF 880.–
HZ-Rahmen mit UV92
CHF 168.–
 
© Vinzenz Wyser

Sils

Fotografie, 2024
105 × 105 cm
Edition: 3 + 1 H.C.
CHF 2800.–
Rahmen auf Anfrage

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Vita

Vinzenz Wyser (*1972) ist ein stiller Künstler in einer lauten Welt.

In seinen Fotografien erforscht er die Facetten der Unschärfe und der Abstraktion. Die grossformatigen Bilder lassen dem Betrachter ausreichend Raum für eigene Gedanken.

Die Begeisterung an Details lassen ihn in Landschaftsaufnahmen aber auch enge Ausschnitte wählen. Die daraus entstehenden Miniaturen wirken verfremdet und abstrahieren auf eine ganz andere, aber nicht weniger poetische Weise.

Vinzenz Wyser lebt in Basel und verbringt jedes Jahr einige Zeit im Norden, vornehmlich in Finnland.

Zu den Bildern in Hot hot hot!!!

Ein Unterschied ist bei diesen beiden Bildern augenfällig. Das eine – »Sils« – fällt mit über einem Meter Seitenkante selbst beim Vorübereilen auf. Hingegen muss man bei »Lappland« stehen bleiben und näher treten.

Natürlich sieht man nicht, dass es in Finnland bei -30°C eisig kalt war, während ich bei der Aufnahme im Engadin gehörig ins Schwitzen kam und die viel zu milden Temperaturen verfluchte (tatsächlich war ich mit der frischen Erinnerung an den polaren Winter auch viel zu warm angezogen).

Ein Bild zeigt einen Berghang und wurde vom Tal aus aufgenommen, das andere genau umgekehrt.

Es gibt aber auch viele Parallelen. Beide Bilder sind eng gewählte Ausschnitte. Wo eine Fotografie immer bloss einen Ausschnitt von der Welt zeigen kann, reisst ein noch weiteres Beschneiden der Aufnahme die Landschaft komplett aus dem Kontext. Es steht nicht mehr die Landschaft als Ganzes im Vordergrund, sondern ihre Details, die die Gesamtheit der Landschaft wesentlich mitprägen.

Zurück im Atelier ist das Suchen von interessanten Ausschnitten für mich annähernd so wunderbar, wie mit dem Feldstecher auf einem Fels zu sitzen und die Details einer Landschaft zu erkunden.

Die Abstraktion geschieht einerseits durch das extreme Beschneiden, anderseits durch – Luft. Bei grossen Distanzen zwischen Kamera und Objekt verwischt die Luft dazwischen die Konturen, was aber erst bei sehr langen Brennweiten (Tele) wahrgenommen wird. Natürlich sind die Bilder bearbeitet – allerdings nicht in dem Masse, wie sie es vielleicht vermuten lassen könnten. Die Verfremdung geschieht bereits bei der Aufnahme.

Lustigerweise bestimmt ein Bild immer wieder selber, wie gross es sein will.

Als ich den Ausschnitt von »Lappland« entdeckte, war mir sofort klar, dass dies ein sehr grosses Bild werden müsse. Mindestens eine Fototapete! Die ersten Testdrucke zeigten aber schnell, dass das Bild in der Grösse verliert. Selbst A4 war noch zu gross.

Genau umgekehrt verhielt es sich bei »Sils«. »Es ist eine Miniatur!«, rief ich. Die kleinen Prints aber waren uninteressant, bloss eine schale Landschaft. Erst die Grösse macht den Reiz dieses Bildes aus.